Ankommen vor dem Aufbruch

Zum vierten Mal war ich in der Silvesternacht als Fahrradtourguide unterwegs. Auch an anderer Stelle engagiere ich mich gern gemeinsam mit anderen: Vorbereitungen für die Nikolausfahrten
Treffpunkt war wie immer die Zentrale desADFC in Düsseldorf.

Schon zwei Stunden vorher begann der Abend:
Gemeinsam mit André richtete ich den Raum gemütlich her – Kerzen, bunte Servietten, Geschirr und Gläser.
Ein Ort zum Ankommen, bevor es hinaus in die Nacht gehen sollte.

Ein gemeinsamer Start

Gegen 19:15 Uhr trafen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein.
Jede und jeder brachte eine Köstlichkeit für das Büfett mit, und so entstand ganz von selbst ein bunter, liebevoller Tisch.
Gespräche, Lachen, Vorfreude – ein fröhlicher Beginn der Silvesternacht.

Aufs Rad – hinein in die Nacht

Um 21 Uhr war es dann so weit.
Das Wetter spielte mit: trocken, die Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt.
Alle 17 Teilnehmenden stiegen in die Sättel, und wir starteten zu einer von mir ausgearbeiteten 27-Kilometer-Tour.

Durch Stadt und Landschaft

Die Strecke führte uns durch Bilk, weiter durch den Südpark zum Deichsee.
Über die Fleher Brücke querten wir den Rhein und fuhren anschließend rechts auf die Rheinwiesen.

Es war still. Diese besondere Stille kenne ich auch aus dem Harz: Ein Tag im Harz – über den Wolken
Nur vereinzelt hörte man Böller in der Ferne.
Karge Bäume, leichter Nebel – die Landschaft wirkte verwunschen, fast zeitlos.

Wärmender Halt in Grimmlinghausen

Nach etwa einer Stunde erreichten wir Neuss-Grimmlinghausen.
Dort erwartete uns eine Familie, die malerisch am Rheinufer wohnt – und für uns heißen Glühwein vorbereitet hatte.
Ich hatte ihn am Nachmittag schon per Fahrrad dorthin gebracht 💪.

Eine Feuerschale brannte, wir standen zusammen, erzählten, wärmten uns die Hände und genossen diesen besonderen Zwischenmoment der Nacht.

Weiter durch die Dunkelheit

Gestärkt ging es weiter durch den Neusser Hafen, vorbei an der Erft-Mündung, entlang des Nordkanals.
Das Neusser Obertor war malerisch angestrahlt.
Danach führte der Weg durch stille Wälder, weiter Richtung Düsseldorf-Heerdt.

Mitternacht am Rhein

In der Nähe von Oberkassel endete unsere Tour direkt am Rhein.
Es war 23:50 Uhr.
Wir verteilten den Sekt, zählten die letzten Minuten – und stießen pünktlich um Mitternacht auf das neue Jahr 2026 an.

Über Düsseldorf entfaltete sich ein farbenprächtiges Feuerwerk, das wir gemeinsam wieder mal so richtig genossen.

Ein ruhiger Ausklang

Es war eine wunderbare Radtour mit vielen netten Menschen.
Zurück im Clubhaus saßen wir noch gemütlich zusammen, aßen und tranken die Reste, räumten auf.

Mit Fahrrad, Zug und Nachtbus kam ich schließlich gegen 4 Uhr morgens wieder zuhause an.

Müde –
aber erfüllt. Dieses Gefühl des Unterwegsseins begleitet mich oft, etwa hier:Bahnfahrt zwischen zwei Konzerten

Ein schöner Beginn für ein neues Jahr

Solche stillen, glücklichen Momente im Alltag beschreibe ich auch hier: Wenn Erwartungen aufhören

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