Ein sonniger Tag vor der Haustür
Manchmal braucht es gar keine Reise, keine großen Pläne und keine besonderen Ereignisse.
Heute reicht ein Blick in den blauen Himmel über meinem Stadtteil hier in Wuppertal.
Die Sonne scheint warm, das Licht ist freundlich – und plötzlich ist dieses tiefe Gefühl da:
Was ist das Leben schön.
Verwurzelung und Herzlichkeit
Ich spüre eine große Verbundenheit mit den Menschen um mich herum.
Viele Jahre war ich hier als Kirchenmusiker tätig, habe mit Menschen Musik gemacht, Herzen berührt – und dabei selbst unendlich viel zurückbekommen.
Auch jetzt, zwei Jahre nach dem Eintritt in den Ruhestand, ist die Herzlichkeit noch da.
Sie zeigt sich nicht laut, sondern ganz selbstverständlich.
Kleine Begegnungen, große Wirkung
Der Friseur, der mir gerade die Haare schneidet und fragt wie es mir geht.
Die Schneiderin, die meinen Pullover repariert, als wäre es das Normalste der Welt.
Der Wirt im Café, der mich anschaut und sagt:
„Lange nicht gesehen – wo warst du denn so lange?“
Es sind kleine Sätze, aber sie tragen so viel Wärme in sich.
Unterwegs und gesehen
Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, rufen mir Passanten fröhliche Grüße zu.
Ein Lächeln hier, ein kurzer Blick dort – und plötzlich fühlt sich der Alltag leicht an.
Man wird gesehen.
Man gehört dazu.
Ein stilles Glück
Vielleicht ist es genau das:
Nicht das große Glück, sondern dieses ruhige, tiefe Einverstanden-Sein mit dem Leben.
Hier.
Jetzt.
Mitten im Alltag.
Und deshalb darf dieser Satz heute einfach stehen bleiben:
Das Leben ist einfach wunderschön.