Eine spontane Einladung
Vor ein paar Tagen fragte mich mein Freund Detlef, ob ich ihn ans Meer begleiten möchte.
Er ist Geschäftsführer des Hauses dort und hatte einen Termin mit dem örtlichen Heizungsinstallateur.
Also entschieden wir uns kurzerhand: Ja, wir fahren los.
Aufbruch im Gemeindebus
Gegen 10 Uhr starteten wir in Mülheim an der Ruhr.
Der Gemeindebus bot reichlich Platz – nicht nur für uns, sondern auch für Lebensmittelvorräte, die für das Jugendheim ergänzt werden mussten.
Sogar mein Fahrrad fand problemlos noch seinen Platz.
So begann der Tag ganz entspannt.
Ankunft in Westkapelle
Unser Ziel war Westkapelle, ein kleines Städtchen in den Niederlanden, gelegen am äußersten westlichen Zipfel von Zeeland, nahe Vlissingen.
Schon bei der Ankunft war klar: Dieser Ort hat eine besondere Lage.
Der Blick geht weit hinaus auf das offene Meer, der Himmel war blau, und die Sonne strahlte freundlich über der Küste. (Ganz andere Farben und Temperaturen erlebte ich zuvor hier in Barcelona)
Winterruhe am Meer
Mein Eindruck ließ sich schnell in einem Satz zusammenfassen:
„Ein Erholungsort ruht sich aus.“
Denn Westkapelle zeigte sich ruhig und gelassen.
Nur wenige Touristen waren unterwegs, einige Restaurants und Geschäfte hatten geschlossen, und über allem lag eine wohltuende Stille.
Gerade im Winter entfaltet der Ort eine ganz eigene, fast meditative Atmosphäre.
Gemütlicher Abschluss in der Strandbar
Am späten Nachmittag kehrten wir in die BomBaai Strandbar ein.
Dort aßen wir leckeren Flammkuchen und schauten zu, wie es draußen langsam dunkler wurde.
Schon um 17 Uhr war es Nacht – und genau das machte es drinnen umso gemütlicher.
Wärme, Licht und gute Gespräche taten ihr Übriges.
Erinnerungen an die Geschichte
Beim Spaziergang durch den Ort fielen mir die zahlreichen Mahnzeichen des Zweiten Weltkriegs auf.
Direkt an der Küste stehen ein Panzer und ein U-Boot als eindrucksvolle Erinnerungsorte.
Am Deich sind kämpfende Soldaten als Metall-Silhouetten aufgestellt.
Diese Zeichen wirken still, aber eindringlich.
Sie erinnern daran, wie wichtig es ist, die Schrecken des Krieges nicht zu vergessen – gerade an einem Ort, der heute so friedlich und ruhig wirkt.
Ein dankbarer Blick zurück
So wurde dieser Tag am Meer mehr als nur ein Ausflug.
Er war eine Mischung aus Weite, Ruhe, Gemütlichkeit und Nachdenklichkeit.
Ein Wintertag, der lange nachklingt.





